Bio-Lebens-Mittel sollen noch sicherer werden

Bio-Gemüse und Bio-Obst stammen aus Bio-Anbau.
Bio-Anbau bedeutet:
Die Pflanzen auf dem Feld werden nicht mit gefährlichen Stoffen behandelt.
Wie Insekten-Schutz-Mitteln oder Dünger aus Chemie.

Es gibt auch Bio-Eier und Bio-Fleisch.
Bei Bio-Eiern und Bio-Fleisch fressen die Tiere nur Futter aus Bio-Anbau.
Aber die Tiere haben auch mehr Platz als in normalen Bauern-Höfen.
Und sie können den Stall verlassen und nach draußen gehen.

Die Regeln für Bio-Anbau stehen in der Öko-Verordnung von der EU, der Europäischen Union.
Diese Regeln sollen bald neu geschrieben werden.
Der Agrar-Kommissar der EU heißt Dacian Ciolos.
Er will, dass in Bio-Lebens-Mitteln bald noch weniger giftige Stoffe sind.
Aber das ist nicht so leicht zu machen:

Denn Bio-Bauern-Höfe liegen oft neben anderen Bauern-Höfen.
Und diese anderen Bauern-Höfe benutzen viele giftige Mittel.
Um Insekten an den Pflanzen zu töten.
Wenn diese Mittel auf die Pflanzen gesprüht werden, werden die Gifte vom Wind auch auf andere Bauern-Höfe geweht.
Auch auf Öko-Bauern-Höfe.
Obwohl die ja gar keine Gifte benutzen wollen.

Deshalb sind Bio-Lebens-Mittel nie ganz frei von den Giften.
Daher ist es gar nicht möglich, dass die Öko-Bauern-Höfe nur noch Gemüse und Getreide komplett ohne Gifte verkaufen können.
Eigentlich müsste man den Bauern-Höfen, die Gifte benutzen, sagen:
Ihr Gift darf nicht mehr auf andere Bauern-Höfe gelangen.
Nur so kann das Problem gelöst werden.
Das finden auch die Bio-Bauern.

Quelle: www.taz.de.

Foto: Jessica Tönnißen.

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